Mein Engagement

Ich sehe meine Hauptaufgabe als Philosophin darin, Wissen zu sammeln und aufzubereiten, neue Ideen zu entwickeln und meine Gedanken in die Welt zu tragen. Die praktische Umsetzung theoretischer Überlegungen fällt zwar nicht unbedingt in den  Zuständigkeitsbereich eines Philosophen, aber manche Denksysteme, so wie meins, haben einen so klar persönlichen und praktischen Bezug, dass man eigentlich gar nicht drumherum kommt, sie auch in Handeln umzusetzen. Es ist ein wichtiger Teil meines Selbstverständnisses, das zu leben, was ich denke. Das tue ich, nach bestem Wissen und Gewissen, in jedem Aspekt meines Alltags. Außerdem gibt es ein paar Bereiche, in denen ich mich gezielt gesellschaftlich engagiere. Im Moment sind das folgende Bereiche:

Klima- und Umweltschutz
Da ich aus einem sehr naturverbundenen Elternhaus stamme, begleitet mich das Thema Umweltschutz schon seit meiner Kindheit, und nach einer Phase der Abgrenzung in meiner Jugend lebe ich heute wieder ein sehr umwelt- und ressourcenschonendes Leben mit vielen Bezügen zur Natur. Auch über den menschengemachten Klimawandel bin ich mir schon länger im Klaren. Die ganze Dramatik der Prozesse wurde mir allerdings erst 2020 bewusst, als ich während des zweiten Corona-Lockdowns Zeit hatte, mich intensiver mit dieser Materie zu befassen. Seitdem glaube ich nicht mehr daran, dass wir einen klimabedingten Kollaps des Planeten und das damit verbundene Aussterben des Menschen noch aufhalten können, aber der Katastrophe untätig zusehen möchte ich auch nicht. Seit 2020 bin ich bei HalleZero, einem lokalen Ableger der Initiative GermanZero, aktiv. HalleZero setzt sich im Wesentlichen für engagierten Klimaschutz in Halle (Saale) ein, um die Stadt möglichst bis 2030 klimaneutral zu machen. Ich bin bei HalleZero im politischen Bereich aktiv und leiste dort inhaltliche Zuarbeit. Unter anderem berichte ich von den Aktivitäten des Stadtrates, nehme an Treffen des Klimabündnisses Halle teil und bin an einigen Projekten beteiligt, die die Stadtpolitik betreffen oder in Kooperation mit der Stadt stattfinden.

Hochsensibilität
Ich bin hochsensibel, d. h. ich nehme mich und meine Umwelt überdurchschnittlich fein und intensiv wahr. Mir ist bewusst, dass es in der Psychologie verschiedene Erklärungsansätze für dieses Phänomen gibt. Ich persönlich vertrete den Standpunkt, dass Hochsensibilität eine neutrale, angeborene Persönlichkeitseigenschaft ist, die aber oft mit Typ-II-Traumatisierungen (Entwicklungstraumata, v. a. in der Kindheit) zusammenfällt, was die HS ungünstig verstärken und so Leidensdruck verursachen kann. Dazu kommt, dass die Bedingungen für Hochsensible in unserer Gesellschaft, die Sensibilität immer noch überwiegend abwertet, im Allgemeinen extrem ungünstig sind. Nicht wenige Hochsensible leiden unter alltäglicher Reizüberflutung, Leistungs- und Anpassungsdruck und der sozialen Kälte in ihrem Umfeld. Ich habe meine Hochsensibilität 2013 erkannt und mich dazu entschieden, mich für Hochsensible zu engagieren. Seither bin ich Kontaktperson des deutschlandweit aktiven Informations- und Forschungsverbundes Hochsensibilität (IFHS) e. V. für Halle (Saale) und in dieser Funktion regionale Ansprechpartnerin für Fragen rund um das Thema Hochsensibilität. Außerdem organisiere ich seit 2015 einen Gesprächskreis für Hochsensible, der sich einmal im Monat trifft.

Inklusion
Ich halte es für ein zentrales Kennzeichen einer humanistischen Gesellschaft, dass jeder Mensch so angenommen wird wie er ist, seinen Weg gehen kann und Unterstützung bekommt, wenn er Unterstützung benötigt. Das gilt für jeden, aber v. a. für Menschen, die besonderen Hilfebedarf haben, wie Menschen mit Behinderungen, chronischen Krankheiten oder psychischen Leiden. Mit meiner Angststörung bin ich selbst betroffen und weiß, wie problematisch das Thema Inklusion in der Praxis noch immer ist. Ich bin daher Mitglied und Sprecherin des Arbeitskreises Inklusion des Studierendenrates der Uni Halle, der sich für die Interessen von Studierenden einsetzt, die aufgrund einer Behinderung, chronischen Krankheit, psychischen Störung oder sonstigen Beeinträchtigung nicht im vorgegebenen Rahmen studieren können.

Früher außerdem:

Begleitung von Gefangenen: Zwischen 2016 und 2019 habe ich Brieffreundschaften mit Gefangenen gepflegt und diese durch ihre Haft begleitet. Mittlerweile sind alle Gefangenen, die ich langfristig als Brieffreundin begleitet habe, aus der Haft entlassen worden und ich bin aus verschiedenen Gründen keine neuen Brieffreundschaften eingegangen. Das Thema Strafvollzug und forensische Psychologie beschäftigen mich aber weiterhin.

Des Weiteren unterstütze ich folgende Organisationen, Vereine, Parteien und Initiativen:

WWF Deutschland

Greenpeace Deutschland

Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern
Bündnis Grundeinkommen
Bündnis 90/Die Grünen
Aufruf zum Leben